Der Internetdienst Google hat es sich zur Aufgabe gemacht , die ganze Welt zu digitalisieren. Straßen, Plätze, Gebäude, ganze Städte und Staaten. Street View (zu deutsch: Straßenansicht) heißt dieses vor rund zwei Jahren gestartete Projekt, das Teil des Google Maps genannten und frei zugänglichen Straßenkartendienstes ist.
Nun könnte die Stadt an der Wurm, Geilenkirchen, bald ebenso leicht wie die Metropole Paris an der Seine via Internet erfahrbar sein. Denn ein spezieller Kamerawagen der Firma Google ist dieser Tage in unmittelbarer Umgebung Geilenkirchens gesichtet worden.
Sein Auftrag: Bildmaterial sammeln, das später wie in einem Puzzle zu Rundumsichten zusammengefügt wird. Das Unternehmen preist dieses Angebot als eine «zusätzliche Dimension der Wahrnehmung» an, «indem es den Nutzern ermöglicht, einen Standort so zu betrachten, als wenn sie selbst auf der Straße stünden».
Es handelt sich um 360-Grad-Panoramabilder, die mit speziell ausgerüsteten PKW und Fahrrädern aufgenommen werden. Diese Spezialfahrzeuge haben auf dem Dach neun Kameras montiert: Acht Kameras für den 360-Grad-Blick, eine Kamera ist nach oben gerichtet; darüber hinaus sind drei dreidimensionale Lasermessgeräte vorhanden. Zur Nutzung der Street-View-Daten in Google Maps gelangt man, indem man den gelben Mann auf der linken oberen Seite des Google-Maps-Interface mit dem Cursor in dem ausgewählten Gebiet auf einen bestimmten Ort zieht. Blau unterlegte Straßen sind von Google abgefahrene Straßen; so erkennt man sehr schnell, ob der Ort, den man ansehen will, verfügbar ist. Das Bild ist dann mit der Maus um 360 Grad sowie nach oben und unten drehbar. In Google Maps sind Pfeile in das Bild integriert, um zum nächsten oder zurück zum vorherigen Panorama zu wechseln. Da etwa alle zehn Meter ein Foto gemacht wird, ist es dadurch möglich, eine Strecke virtuell in Google Maps oder Google Earth „abzufahren“. Durch die gesammelten 3-D-Daten soll es zu einem späteren Zeitpunkt in Google Earth auch eine räumliche Darstellung der Gebäude mit den Street-View-Daten als Oberflächen geben. Der Erfassungsradius der von der deutschen Firma SICK hergestellten Laser-Sensoren beträgt etwa 50 Meter. Die Street-View-Daten sollen alle zwölf Monate aktualisiert werden, um aktuelle Inhalte anbieten zu können. Ob ein historischer Zugriff auf die älteren Daten ermöglicht werden wird, vergleichbar wie in Google Earth auf die nicht mehr aktuellen Satelliten-Daten, ist noch unklar.
Quelle: An-Online
Foto: Wikipedia.de
Tags: google, google maps, Street view










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