Shoutcastlogo

Wer aufgrund des Selfkant-Online-Radios mehr an dem Thema Webradio interessiert ist, sollte sich die Software Shoutcast anschauen. Die Software, die in der Basisversion als Freeware erhältlich ist, erlaubt es auch unerfahrenen Benutzern unproblematisch einen Server für Internetradios einzurichten. Die Shoutcast Server Software ist unter http://www.shoutcast.com zum freien Download erhältlich.

Dieser Server verteilt sozusagen das Programm an die Hörer, die dem Stream am besten mit WinAmp, VLC Player oder dem Real Player lauschen.

Um einen Radiostream einzurichten wird der Shoutcast Server sowie ein entsprechendes Shoutcast WinAmp Plugin benötigt. Nach der Installation beider Packete die zusammen nicht mal ein 1MB besitzen ist die erstmalige Einrichtung des Servers die größte Hürde, da hier manuell die Konfigurationseinstellungen in einer .ini Datei angepasst werden müßen (z.B. Vergabe eines Passwortes). Will man nicht nur in seinem Heimnetzwerk Streamen, wird das ganze schon etwas komplizierter. Da die Software von außen erreichbar sein muß, ist eine feste IP Adresse oder die Dienste eines DynDns Anbieters von nöten, außerdem muß bei Verwendung eines Routers auch das Routing im Heimnetzwerk angepasst werden. Wer dennoch interesse hat und davon nicht abgeschreck ist…weiter unten findet sich eine komplette, hoffentlich halbwegs verständliche Anleitung.

Aus Interesse und nicht als Konkurrenz habe ich auch mal testweise ein kleines Online Radio eingerichtet… Radiostream Freundeskreis Queerbeat (OFFLINE),das sich allerdings in den nächsten Stunden wieder verflüchtigen wird, wir wollen ja keinen Ärger mit der Gema etc. .

Neben Shoutcast gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Freeware Streaming Clients, die es ermöglichen aus der Ferne auf die heimatliche Musik Sammlung zuzugreifen. Einige sogar auf PSP mit Tvertsity zugriffDokumte, Videos und Fotos.. jedoch sollte man sich überlegen wie freizügig man mit seinen Dateien umgehen will. Zumindest im lokalen Netzwerk stellen diese Programme eine super Lösung dar sein Dateien nicht nur auf dem Heimischen Pc sondern auch auf XBOX, PSP oder IPhone zu betrachten.

Ein Beispiel ist hier der kostenlos für Windows verfügbare Medienserver Tversity, er stellt Musik, Videos und Fotos fürs Streaming im Heimnetzwerk bereit, Zugriff erhält man ganz einfach über den Browser. Tversity unterstützt dabei eine vielzahl von Endgeräten.

tversity

Das ganz persönliche Webradio bietet derzeit der online Dienst anywhere.fm. Hier können angemeldete User Ihre eigenen MP3 Dateien hochladen und von überall aus anhören. In der Beta-Phase können die User noch unbegrenzt viele Dateien hochladen.

anywherefm

Das Webradio Anywhere.FM funktioniert derzeit nur mittels Flash im entsprechendem Browser. Ob man jedoch seine MP3 Sammlung in die Hände eines Dienstleisters gibt ist nicht zuletzt Vertrauenssache, diese Services machen rechtliche Grauzonen aus, so dass es wie so oft früher oder später zu Auseinandersetzungen mit der Musikbranche kommen wird.

Neben Anywhere Fm stehen auch noch Dienste wie lala.com, mp3tunes.com, simfy.de oder mediamaster.com zurVerfügung.

Ohne lästige und komplizierte Einstellungen im Heimnetzwerk oder Inanspruchnahme eines Dienstleisters geht es in Sachen Fernzugriff auf eigenge Medien mit der Software Orb oder Cyberlinks Live. Hierzu muß die jeweilige Software heruntergeladen und installiert werden. Nach der installation, die mittels Assistenten leicht von der Hand geht und beinahe komplett automatisch abläuft ist nur noch eine Anmeldung auf http://www.cyberlinklive.com/ notwendig und schon kann man, natürlich Passwort geschützt, von überall auf der Welt auf sein Dateien zugreifen (habs getestet funktioniert wirklich :-) ) .

cyberlinklive

Ob man wirklich immer und überall Zugriff auf seine Foto- oder Musiksammlung haben muß, bleibt jedem selbst überlassen, doch zuhemende Vernetzung machts möglich, mit einfachsten Mitteln.

Frei nach dem Motto: “Wird sind das Netz!”

Wer noch mehr Infos zum Thema Streaming oder Online Medienarchiv haben will, sollte sich die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift CT zulegen, dort werden Dienste und Softwarelösungen erläutert und verlgichen.


SHOUTcast Server einrichten :

Klicke im geöffneten Fenster des SHOUTcast Server Monitor auf den Punkt “Edit config”. Dies öffnet einen Texteditor mit der Datei “sc_serv.ini” aus dem Installatiosverzeichnis des Servers.

Die sc_serv.ini sieht ungefähr so aus:

Alle Kommandos, die hier nur Begleittext sind, wurden mit einem Semikolon “;” am Zeilenanfang auskommentiert/abgeschaltet.
Diejenigen Sachen ohne ein Semikolon davor (siehe rot markiert) werden ausgeführt und müssen/können angepasst werden.

Hier die Erklärungen zu jedem einzelnen Dialogseintrag:

Die wichtigsten Einträge sind fett hervorgehoben

LogFile=
Voreinstellung: sc_serv.log
Hier soll der Name und Pfadname angegeben werden, unter dem die SHOUTcast Logfiles abgespeichert werden. In einem Logfile werden alle Informationen gespeichert, die auch im SHOUTcast Server Monitor Fenster angezeigt werden.
Auf Windows-Systemen ist der Pfad - wenn nichts weiter da steht - der Pfad in der die sc_serv.exe Datei liegt.
Auf Unix-Systemen ist der Pfad das momentane Verzeichnis.
RealTime=
Voreinstellung: 1
RealTime besagt, das die Statusleiste mit den momentan aktuellen Infos über den Stream sekündlich gefüttert wird.
ScreenLog=
Voreinstellung: 1
Die Voreinstellung bewirkt, dass die Logs direkt auf dem Bildschirm im Montior Fenster angezeigt wird. Auf 0 gesetzt werden die Informationen im Hintergrund mitgeloggt. Dies ist sinnvoll für einen Server der nur im Hintergrund läuft (z.B. auf Unix-Systemen).
ShowLastSongs=
Voreinstellung: 10
Zulässige Werte : 1 - 20
Anzahl der Songs die in der /played.html aufgeführt werden.
PortBase=
Voreinstellung: 8000
Die Portnummer, die Hörer benutzen, um sich auf dem Sever einzutunen. PortBase+1 darf nicht durch andere Programme genutzt werden, genauso wie die PortBase selbst. Muß nicht 8000 sein, wenn Du nur andere Ports frei hast, dann nimm z.B. 8020 oder 9000. Unix-Systeme haben 1024 als PortBase - dazu muß der Server als Benutzer root laufen.
SrcIP=
Voreinstellung: ANY
Entweder ANY oder 127.0.0.1! ScrIP ermöglicht “source connections” und “relay connection” zu machen. Wenn ihr diese auf 127.0.0.1 stellt, werden andere Leute Euren Computer nicht als Server benutzen können.
DestIP=
Voreinstellung: ANY
Sollte in den meisten Fällen ANY sein. Wenn Du mehrere IP adressen hast, trage hier die Adresse ein, unter welcher dein SHOUTcast Server erreichbar sein soll.
Yport=
Voreinstellung: 80
Port über den Du Dich auf yp.shoutcast.com einloggst. Muß verändert werden wenn du hinter einem Proxy sitzt, ansonsten so lassen.

NameLookups=
Voreinstellung: 0
0 ist die Voreinstellung und heißt “aus”. 1 bedeutet “an” und es wird ein Reverse Lookup bei jeder Verbindung zum Server gestartet. Somit wird überprüft, ob der Servername des Verbindenden auch auf eine korrekte IP-Adresse aufgelöst wird. Verlangsamt den Verbindungsvorgang, wenn der Nameserver langsam ist.
RelayPort= / RelayServer=
Voreinstellung: 8000 und 192.168.1.58
Auskommentiert und damit ausgeschaltet!
Wenn ihr selbst eines Tages den RelayServer für andere spielen wollt, müsst ihr diese beiden Werte definieren (und die ; entfernen).

MaxUser=
Voreinstellung: 32
Wieviele Höhrer sollen sich maximal auf Deinem Server einloggen können? 1024 ist das Maximum. Ziehe in Betracht, dass Deine Leitung um so größer sein sollte, je mehr Leuten Du potentiell die Chance geben möchtest, sich gleichzeitig bei dir einzuloggen.
Password=
Voreinstellung: changeme
“Ändermich” steht dort, damit Du das Passwort auch wirklich änderst. Das Passwort gibt denjenigen, die über Deinen Server als DJ streamen möchten einen Zugang.
AdminPassword=
Voreinstellung: adminpass
Beschneidet die Passwortfunktion von oben, wenn das AdminPassword aktiviert wird (Semikolon vor der Zeile entfernen). Ist Dein Computer Relay-Host für andere, die über deinen Server ein Stream senden, wirst Du ihnen das Passwort aus der vorhergehenden Einstellung geben. Damit können Sie sich auf der von Nullsoft bereitgestellten HTML-Seite für Broadcaster ansehen, wieviele Leute und wer genau eingeloggt ist.
Das AdminPassword allerdings erlaubt auf dieser Seite auch Leute rauszuschmeißen und dauerhaft zu bannen, ist also ein Passwort mit mehr Rechten, welches dann nur der Serveradministrator (DU) inne hat.
AutoDumpUsers=
Voreinstellung: 0
Definiert, ob die Hörerleitung gekappt wird, wenn der Quellstream abreißt.
AutoDumpSourceTime=
Voreinstellung: 30
Zeit in Sekunden bis eine stehende Verbindung zwischen Hörer und Server gekappt wird, wenn kein Quellstream mehr kommt. 0 würde bedeuten, dass die Zeit unbestimmt ist, bis die Leitung gekappt wird.
IntroFile=
Voreinstellung, ausgestellt : c:\intro%d.mp3
Man kann am Anfang seines Radioprogramms jedem Höhrer ein Jingle o.ä. , eben eine Startup MP3-Datei vorspielen. Ist Introfile nicht mit Semikolon ausgestellt, definiert der Pfad hinter dem “=” wo die MP3 Intro-Datei liegt (%d ist Platzhalter für die kbps in denen die MP3-Datei enkodiert wurde, also z.B Intro32.mp3, wenn die Datei 32kbps hat).
BackupFile=
Voreinstellung, ausgestellt: C:\intro%d.mp3
Die Backup MP3-Datei wird gesendet, wenn der Quellstream abreißt. Dies ist praktisch der Notbehelf, wenn irgendetwas schiefgeht und man den Höhrern zumindest mitteilen möchte, dass man noch da ist und es gleich weitergeht. Der Pfad gibt wieder an, wo sich die MP3-Datei auf deinem Computer befindet.
TitleFormat=
Voreinstellung, ausgestellt: TrashCore Radio: %s
Definiert welcher Radioname (TrashCore Radio) jeweils vor dem Songtitel (%s) erscheint. Wenn der Songtitel des Quellstreams (also von jemandem der deinen Computer als Server benutzt) “White punx on dope” heisst und Dein Radioname wie oben definiert ist, bekommen die Höhrer “TrashCore Radio: White punx on dope” als Titel angezeigt.
URLFormat=
Voreinstellung, ausgestellt: http://www.server.com/redirect.cgi?url=%s
Ist ausgestellt, definiert welche URL dem Höhrer gesendet wird. Arbeitet wie TitleFormat (s.o.)
PublicServer=
Voreinstellung: =default
always, never oder default sind mögliche Werte die hier auftauchen können. Alles andere als die Voreinstellung: default schaltet den Titelplugin aus.
MetaInterval=
Voreinstellung: 8192
Definiert, wie oft in Bytes Metadata gesendet wird. So lassen !

Wer eine Firewall einsetzt, was eigentlich Standart sein sollte, muß den Port 8000 zum Streamen natürlich noch freigeben, danach kann es “fast” schon losgehen.

SHOUTcast DSPPlugin einrichten :

Das SHOUTcast DSP-Plugin ist ein Zusatz-Plugin für Winamp, mit dem ein Stream an ein SHOUTcast oder Icecast Server übertragen wird. Die Kombination aus Winamp und SHOUTcast DSP-Plugin stellt daher sozusagen den CD-Player des Radiomoderators dar, und der Server entspricht in dieser Analogie dem Sendemast der Radiostation.

Die Installation ist soweit abgeschlossen, denn das Shoutcast DSP-Plugin liegt im Plugin-Verzeichnis von Winamp und ein Codec ist ebenfalls vorhanden.
Öffne jetzt den Winamp-Player und dürcke die Tasten STRG+P oder klicke mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich des Players und gehe dann über “Optionen” (engl. Options) auf “Einstellungen” (engl. Preferences).

Findet man nun unter DSP/Effect den DSP-Plugin, wie im Screenshot gezeigt - so hat man Schritt eins richtig gemacht und das Plugin ist installiert.

Plugins

Beim ersten Anklicken des DSP-Plugins (Weg wie im Bild gezeigt) erscheint eine Dialogbox; um deine SHOUTcast Stream zu konfigurieren, den Du später senden wirst. Klicke auf den Reiter “Output” im oberen Bereich der Dialogbox und stelle sicher das der Knopf “Connection” gedrückt ist.

Connection
Hier die Erklärungen zu jedem einzelnen Dialogeintrag im Bereich “Output Configuration”:

Address:
Voreinstellung:localhost, In dieses Feld wird die IP-Adresse des SHOUTcast Servers eingetragen. Wenn Du selbst die Serversoftware laufen lässt, bleibt die Voreinstellung “localhost” bestehen. Ansonsten muß die IP-Adresse des Rechners angegeben werden, auf dem der SHOUTcast Server läuft.
Wer nicht weiß was ein SHOUTcast Server ist, sollte diesen zunächsteinmal installieren und einrichten. Die Anleitung gibts ebenfalls bei uns: SHOUTcast Server einrichten
Port:
Voreinstellung ist 8000, da dies meist der richtige Port ist. Kontaktiere den Administrator Deines SHOUTcast Servers um die Portnummer zu erfahren. Betreibst Du die Serversoftware selbst, trage hier den von dir gewählten Port ein, sollte dieser von 8000 abweichen.
Password:
Das Passwort welches im zugehörtigen SHOUTcast Servers zu Authentifizierung definiert ist, wird hier eingetragen. Das Passwort setzt Du im SHOUTcast Server selbst, sofern Du Ihn selbst betreibst (siehe SHOUTcast-Server-Anleitung) oder wird die Ansonsten vom Server-Betreiber zugeteilt
Automatic Reconnection on Connection Failure:
Wenn dieser Punkt angewählt ist, wird versucht die Verbindung bei einem Verbindungsabbruch wiederaufzubauen.
Reconnection Timeout xx Seconds:
Dieser erneute Verbindungsaufbau bei Verlust der Verbindung kann nach einer gewissen Zeit erfolgen. Diese Zeit kann in Sekunden hier angegben werden.

Yellowpages
Nun klicke auf die Schaltfläche “Yellowpages” direkt neben “Connection”.

Make this server public:
Wer als Hörer den richtigen Stream für seinen Geschmack sucht, geht auf sogenannten Gelbenseiten (Yellowpages) von SHOUTcast: http://yp.shoutcast.com.
Hier sind alle Sender aufgeführt die diesen Kasten angewählt haben. Wenn Du auch im SHOUTcast Verzeichnis zu finden sein möchtest, so dass andere Leute sich Dein Programm anhören können, sollte das Feld angewählt sein.
Description:
Hier kannst Du kurz hineinschreiben, was Du als Stream anbieten wirst und wie Deine RadioStation heißt. Dieser Name wird deinen Hörern angezeigt.
URL:
Falls Du eine eigene Homepage hast oder gerne auf eine Site verweisen möchtest, die sich all Deine Höhrer mal ansehen sollten (z.B. http://www.mpex.net), dann kannst Du sie hier eintragen (voller Pfad, also mit http://www usw.)
Genre:
Auf http://yp.shoutcast.com kann man sich alle Stationen eines bestimmten (Musik-)Genres anzeigen lassen. Schreib also hier das Genre rein welches Du senden wirst (z.B. Rock, Hip Hop, Techno)
AIM:
Sofern Du den AOL-Instant-Messenger verwendest und deine Hörer dies wissen lassen möchtest, kannst Du hier Deine AIM-Nummer eingeben.
ICQ:
Gleiches wie für die AIM-Nummer gilt auch für ICQ. Also einfach deine ICQ-Nummer eingeben, wenn du willst, das dies deine Hörer erfahren sollen.
IRC:
IRC ist ein Chat-Netzwerk, auf das mit Hilfe des Programmes mIRC zugegriffen werden kann. Wenn du dort regelmäßig in einem speziellen Channel bist, kannst Du diesen dort angeben.
Enable Title Updates:
Ist diese Option aktiviert, wird der Titel des laufenden Songs automatisch an die Hörer übermittelt. Falls Du dies nicht wünschst und einen festgelegten Titel übertragen möchtest (z.B. den Namen deiner Radiostation), so solltest Du den Punkt “Auto” neben Title abwählen (also das Häkchen entfernen) und dann in diesem Feld den gewünschten Namen eingeben.

Der letzte wichtige Schritt ist unter dem Reiter “Encoder” zu finden.

Encoder

SHOUTcast kann in der Grundeinstellung nur Streams im MP3-Format übertragen, daher sollte das Feld “Encoder Type” auf “MP3 Encoder” gestellt sein. Das “Encoder Settings” Feld ist der Knackpunkt unter den Einstellungen. Hier wählst Du die Qualität des Streams den Du senden wirst. Natürlich werden mit zunehmender Qualität und damit auch geringerer Kompression, die zu übertragenden Datenmengen rapide anwachsen. Es gilt also sowohl zu überlegen welche Datenmenge Du mit Deiner Internet-Anbindung maximal streamen kannst und was Deine Hörer selbst für eine Anbindung besitzen. Hier sind einige Beispiele für Qualität des Angebots, nötige Transferrate der Leitung und Kompressionsdichte.

Qualität Deine Leitung Höhrerleitung Kompressionsdichte
Stimme (Handy) 14.4er Modem normale Leitung 8kbit/s, 11025Hz, Mono
Stimme 19.2er Modem normale Leitung 20kbit/s, 11025Hz, Mono
Radio 28.8er Modem normale Leitung 20kbit/s, 11025Hz, Stereo
Radio 33.3er Modem normale Leitung 24kbit/s, 11025Hz, Stereo
Platte (LP) 48.0er Modem normale Leitung 32kbit/s, 11025Hz,Stereo
Kassette 64kbps ISDN 48kbit/s, 22050Hz, Stereo
Kassette 96kbps ISDN 56kbit/s, 22050Hz, Stereo
gängiger MP3 Track 384kbps DSL oder größer 128kbit/s, 44100Hz, Stereo

Wer sich ein bißchen mit Encoding auskennnt, weiß, daß die 24 - 32kbit/s Kompressionsdichten sich nicht super anhören - 128kbit/s sind annehmbar - aber hey, noch größere Leitungen kommen eines Tages, so sicher wie das Amen der Kirche. Es ist viel wichtiger interessantes Programm zu machen - denn die Qualität macht nicht den Spaß allein!

Einigermaßen erfahren Benutzer sollten aber anhand der im Interet verfügbaren Anleitungen keine Probleme haben.

Nach der Installation kann es auch schon losgehen, zumindest im lokalen Netzwerk, wer wirklich öffentlich streamen will und womöglich hinter einem Router sitzt muß noch die Firewall des Routers und das Routing im lokalen Netz anpassen ( denn woher soll der Router sonst wissen auf welchem PC der Shoutcast Server sitzt) .

Hierzu muß wie bereits in der Software Firewall des Server der Port 8000 im Router freigegeben werden und zusatzlich muß dieser auch an den richtigen Rechner, also dem Shoutcast Server hinter dem Router weitergeleitet werden.

routing

Bei einem öffentlichen Stream kommt die meist obligatorische Zwangstrennung erschwerend hinzu, bei dieser kurzfristigen Trennung der Internetverbindung bekommt der Rechner eine neue IP-Adresse. Und wer die nicht kennt, erreicht auch nicht den Rechner, also auch nicht mehr seinen Radioserver. Abhilfe schafft der DynDNS-Dienst.

DynDNS steht für Dynamic Domain Name System. Bekanntester Anbieter ist dyndns.org, eine dynamische Domain gibt es hier kostenlos. Das Prinzip ist einfach: Ein kleines Programm im Router oder auf dem Rechner meldet die aktuelle IP-Adresse an DynDNS, dort werden dann die Domainanfragen einfach auf die entsprechende IP-Adresse umgeleitet.

DynDns Prinzip

Viele Router haben bereits einen DynDNS-Client eingebaut, ansonsten muss man sich mit einem lokalen, also auf dem Rechner installierten Client begnügen. Ein Beispiel hierfür wäre der DynDNS Updater, den dyndns.org empfiehlt.

Nach der kostenlosen Anmeldung bei DYNDNS müßen die Einstellungen im Router hinterlegt werden.

DynDns Anmeldung

Die Einstellungen im Referenz-Router Netgear RangeMax sind schnell gemacht: Host-Adresse, Benutzername und Passwort eingeben, fertig. Nun sollte man in beiden Fällen von außen erreichbar sein.

dyndnsrouterconfig

Probieren kannst du es, indem du per Eingabeaufforderung einen Ping an ihre DynDNS-Domain schicken. Dort können Sie sehen, ob der Hostname in Ihre IP-Adresse umgesetzt wird.

dyndnstest

Wer alle Einstellungen vorgenommen hat, kann nun sein WinAmp mit den gewüschten Titel füllen, der Shoutcast Server sollte dann das Internet Radioprogramm über die Leitung schicken.

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